Verschwörungswahn und Gewalt. Antisemitismus und Judenfeindschaft heute: Vortrag am 9. November in Rostock

Vortag anlässlich des Jahrestages der Reichspogromnacht

09.11.2019 | 19 Uhr | Café Median Rostock | Niklotstr. 5/6

Der rechtsterroristische Anschlag in Halle hat einmal mehr die Gewalttätigkeit offenbart, die in Antisemitismus und Rassismus steckt. Antijüdische Einstellungen sind in der extremen Rechten weit verbreitet, so sehr sie sich auch als modernisiert und als "Neue Rechte" ausgibt. Der wahnhafte Glaube an jüdische Verschwörungen und die Verantwortung von Jüdinnen und Juden für alle erdenklichen Übel ist prägend für rechte Ideologie. Allerdings ist Antisemitismus auch in anderen Milieus zu finden, etwa im Islamismus und in Teilen der politischen Linken. Verbreitet wird er auf Demonstrationen gegen Israel, in Internet-Memes oder sogar in angesehenen Tageszeitungen. Wie lässt sich Antisemitismus erkennen? Was haben die verschiedenen Formen des Ressentiments gemeinsam, was trennt sie? Ein Vortrag mit context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V.

Vorträge beim Ajuca 2019

Auch dieses Jahr sind wir wieder beim Alternativen Jugendcamp dabei!

Wir sind mit den beiden Workshops "Zwischen 'Vogelschiss' und Israelsolidarität: Rechte Angriffe auf die Erinnerung an den Nationalsozialismus" sowie "Was ist rechte Ideologie?" am Start.

Zwischen Weltverschwörungswahn und Israelhass. Antisemitismus und Judenfeindschaft in der Gegenwart: Vortrag in Wismar

16. April 2019 | 19 Uhr | Tikozigalpa Wismar

Zwischen Weltverschwörungswahn und Israelhass. Antisemitismus und Judenfeindschaft in der Gegenwart

Jeden Tag werden in Deutschland durchschnittlich vier antisemitische Straftaten festgestellt, und die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein. Die Mehrzahl der Täter stammt aus der rechten Szene. Jedoch ist auch aus anderen politischen Milieus immer wieder Judenfeindschaft zu vernehmen, aus dem Islamismus etwa und auch aus der politischen Linken. Insbesondere die Diskussion über die Politik Israels und die besetzten palästinensischen Gebiete ist in der Gegenwart Einfallstor für antisemitische Hetze. Doch wie lässt sich Antisemitismus erkennen? Was haben die verschiedenen Formen des Ressentiments gemeinsam, was trennt sie? Und warum kommen im Hass auf Israel Gruppen zusammen, die sich sonst spinnefeind sein? Ein Vortrag mit context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V.

Antisemitismus. Geschichte und Gegenwart: Vortrag in Rostock

15.04.2019 | 18 Uhr | Universität Rostock | Ulmenstrasse 69, Haus 1, Raum 023

Der Antisemitismus ist in der Lage, unterschiedliche und zum Teil widersprüchliche Bilder von Jüdinnen und Juden zu vereinen. Er beinhaltet religiöse wie auch rassistische Elemente, bezieht sich auf den Holocaust wie auch die Politik des modernen Israel. Diese Vorstellungen entspringen einer langen Tradition der Judenfeindschaft, die bis in die Antike zurückreicht. Sie verraten nichts über tatsächliches jüdisches Leben, aber viel über Denken und Fühlen der nicht-jüdischen Mehrheitsgesellschaften. Dieser Entwicklung des Antisemitismus nachzugehen kann dazu beitragen, dessen Irrationalität verständlicher zu machen.

Publikation: Was bleibt? Spuren jüdischer Geschichte in Fürstenberg/Havel. Historische Stadttouren

Fürstenberg/Havel war lange Zeit eines der jüdischen Zentren in der Region. Heute sind viele Orte und Geschichten der Gemeinde vergessen. Am 9. November 1938 wurden die letzten jüdischen Bewohnerinnen Fürstenbergs angegriffen, bald darauf erklärte sich die Stadt für „judenfrei“. Um an die vielfältige jüdische Geschichte der Stadt und die Verfolgung zu erinnern, hat der Verein context. Bausteine für historische und politische Bildung e.V. die Publikation „Was bleibt? Spuren jüdischer Geschichte in Fürstenberg/Havel“ erstellt. Die 48-seitige Broschüre erinnert an die Verfolgung und Vernichtung der Jüdinnen und Juden in Fürstenberg im Nationalsozialismus gleichermaßen wie an Ursprung und Entwicklung des jüdischen Lebens in der Stadt im 18. und 19. Jahrhundert.

„Lange war dieses Kapitel der Stadtgeschichte aus dem öffentlichen Gedächtnis gerückt. Diese Broschüre schließt daher eine große Leerstelle“, heißt es im Vorwort von Bürgermeister Robert Philipp, der die Publikation unterstützt. „Es ist an uns, an das vielfältige jüdische Leben in der Stadt zu erinnern.“

Veranstaltungsreihe 70 Jahre Israel. Politik, Gesellschaft, Konflikt

Vor 70 Jahren wurde Israel gegründet. Aus dem einstigen Land von Pionieren ist inzwischen eine bunte und vielfältige Gesellschaft erwachsen, die ihren demokratischen Charakter bewahrt hat. Zugleich begann unmittelbar nach der Staatsgründung der erste arabisch-israelische Krieg. Der Nahostkonflikt dauert bis heute fort und stellt das Land und seine Nachbarn vor große Herausforderungen. Das Datum ist für uns Anlass, zusammen mit dem Bund Deutscher PfadfinderInnen MV und vielen weiteren Partnerinnen und Partnern eine Veranstaltungsreihe zum Thema auf die Beine zu stellen...

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